Logo
LogoLogo

Was ist Native Advertising? Unterschiede zu klassischen Anzeigen

Ein typisches Praxisproblem: Wann und wie Sie Native Advertising einsetzen.

Ulrike Schäfer - Expertise in Digital Marketing seit über 27 Jahren
Autor: Ulrike SchäferDatum: 05.10.2026
Zwei Personen lesen gemeinsam ein Advertorial auf schwaebische.de, gekennzeichnet als Anzeige

„Wir möchten online sichtbar sein – aber klassische Banner wirken oft zu werblich." Diese Frage hören wir häufig von Handwerksbetrieben, Tourismusanbietern, Händlern und Dienstleistern aus der Region – gerade dann, wenn ihr Angebot mehr Erklärung braucht, als ein Bild mit drei Worten leisten kann.

Native Advertising dreht die klassische Werbelogik um: Erst kommt die hilfreiche Information, dann das Vertrauen – die Marke steht am Ende, nicht am Anfang.

Dieser Artikel zeigt, wie das konkret aussieht und was Native Advertising von klassischen Anzeigen unterscheidet.

Was versteht man unter Native Advertising?

Native Advertising ist eine bezahlte Werbeform, die sich optisch und inhaltlich an das redaktionelle Umfeld anpasst, in dem sie erscheint – und dabei immer klar als Anzeige gekennzeichnet ist. Der Lesewert steht im Mittelpunkt: Statt einer kurzen Bildbotschaft wie beim Banner liefert Native Advertising Information, die Menschen freiwillig und aus eigenem Interesse heraus lesen. Die Marke selbst tritt dabei bewusst erst am Ende in Erscheinung – zuerst zählt der Nutzen für die Leserschaft, dann das Vertrauen, dann erst der Absender.

Wo verläuft die Grenze zu Content Marketing?

Content Marketing beschreibt die Erstellung eigener Inhalte wie Ratgeber oder Magazinbeiträge – meist für die eigene Website, den Newsletter oder die eigenen Social-Media-Kanäle. Native Advertising dagegen nutzt die Reichweite etablierter Medienplattformen samt ihrer Marken, etwa schwaebische.de oder nordkurier.de.

Relevanz – warum ist Native Advertising wichtig?

Für Unternehmen, die in der Region sichtbar sein wollen, bietet Native Advertising mehrere Vorteile:

  • Hohe Aufmerksamkeit, weil Inhalte wie redaktionelle Artikel aussehen und von den Nutzern aktiv gelesen werden.

  • Mehr Vertrauen, weil Menschen die Information lesen, bevor sie überhaupt der Marke begegnen.

  • Native Ads und Advertorials erzielen häufig hohe Klick- und Interaktionsraten

  • Gute Eignung für erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen, die mehr Kontext brauchen als ein Bild mit kurzer Botschaft.

Native Ads sind ideal für Unternehmen und Werbetreibende, wenn es darum geht, Produkte und Services verständlich zu machen, kaufrelevante Informationen zu transportieren und so Vertrauen und Transparenz aufzubauen. Sichtbarkeit entsteht dabei ganz von selbst.

Wie funktioniert Native Advertising?

In der Praxis besteht eine Native-Advertising-Kampagne meist aus zwei Bausteinen: einem kurzen Native Teaser, der sich optisch ins redaktionelle Umfeld einfügt und Aufmerksamkeit weckt, und einem Advertorial, auf das der Teaser verlinkt und das die eigentliche Information liefert.

Der Teaser-Text selbst greift dabei bewusst ein Thema oder eine Frage auf, die die Zielgruppe wirklich interessiert – nicht die Marke oder das Produkt. Genau dieser Reiz weckt Neugier und führt zum Klick.

Beispiele für Teaser-Formulierungen:

  • „Haus bauen und dabei Geld sparen? Das sollten Sie vorher wissen."

  • „Aus alter Küche wird moderne Küche – günstig, schnell und ohne großen Aufwand."

  • „Die besten Urlaubstipps an der Ostsee, die kaum jemand kennt."

Der Teaser führt den Traffic, das Advertorial liefert den Inhalt – genau hier entsteht der Informationsvorsprung, der Vertrauen schafft.

Tipp

Über die starke regionale Reichweite von schwaebische.de oder nordkurier.de erreichen Sie mit Native Advertising und Advertorials gezielt die gewünschte Region.

Möglichkeiten & Varianten

Native Advertising lässt sich je nach Ziel unterschiedlich einsetzen. Die folgenden drei Varianten kommen in der Praxis am häufigsten vor.

1. Native Ads + Advertorial

Das im vorigen Abschnitt beschriebene Zusammenspiel aus Teaser und Advertorial ist die häufigste Variante. Ein Unternehmen stellt darin ein Thema, ein Angebot oder seine Expertise ausführlich vor.

Geeignet für:

  • Dienstleistungen oder Produkte, die erklärt werden müssen

  • Tourismusangebote und Spezialangebote

  • Produkte, die Vertrauen aufbauen sollen

  • Arbeitgeber- und Recruiting-Themen


2. Native Ads zur Landingpage

Die Native Ad führt direkt auf eine eigene Website oder Produktseite – ohne den Umweg über ein ausführliches Advertorial. Auch hier greift der Teaser ein Thema oder eine Frage auf, die die Zielgruppe wirklich interessiert – nicht das Angebot selbst.

Diese Neugier führt zum Klick. Die Landingpage liefert dann die passende Information und den nächsten Schritt. Diese Variante eignet sich, wenn das Angebot bereits weitgehend selbsterklärend ist und die Leserin oder der Leser schnell zur nächsten Handlung geführt werden soll.

Geeignet für:

  • konkretes Angebot

  • Online‑Shops

  • Eventanmeldungen

  • einfache Dienstleistungen


3. Native Kampagnen mit zusätzlicher Ausspielung über Social Media

Das Advertorial lässt sich zusätzlich über die Social-Media-Kanäle von schwaebische.de oder nordkurier.de redaktionell anmutend und dennoch klar als Anzeige gekennzeichnet bewerben. So erreicht der Inhalt zusätzliche Leserinnen und Leser, die sich vorrangig über Facebook oder Instagram informieren.

Geeignet für:

  • Markenbekanntheit

  • Events

  • Employer Branding

Tipp

Für Unternehmen, die gerade erst digital einsteigen oder noch wenig Bekanntheit und Vertrauen bei den Verbrauchern haben, ist Native Advertising oft ein sehr guter erster Schritt – die zurückhaltende, informative Wirkung baut Vertrauen bei potenziellen Interessenten auf, bevor die Marke überhaupt sichtbar wird.

Praxisbeispiel – ein regionales Szenario

So könnte eine Native-Advertising-Kampagne in der Praxis aussehen – dargestellt an einem typischen, beispielhaften Szenario.

Ein regionales Autohaus in Rostock möchte mehr von seinen neuen Elektromodellen vorstellen und verkaufen – und vor allem erklären, warum sich der Umstieg zur Elektromobilität lohnt.

Das Autohaus entscheidet sich daher für den Einsatz von Native Advertising auf nordkurier.de in Kombination mit einem Advertorial.

Maßnahmen:

  • Native Ad mit redaktionell anmutendem Bild und informativem Teaser-Text im regionalen News-Portal.

  • Verlinkung auf das Advertorial des Autohauses: „5 Gründe, warum und für wen sich ein E‑Auto besonders lohnt“ mit informativer Storyline von Problem zur Lösung mit Vorteilen für Verbraucher.

  • Integration eines kurzen Videos mit den wichtigsten Fakten und Vorteilen zur Elektromobilität

  • Link zum Download eines Factsheets auf der Kundenlandingpage

  • Call-to-Action zur Probefahrtvereinbarung auf der Kundenwebsite


Ergebnis:

  • viele Klicks und lange Lesezeiten des Advertorials und damit gesteigerter Informationstransfer

  • deutlich mehr Probefahrtanfragen im Vergleich zu vorherigen Kampagnenmaßnahmen

  • mehr Vertrauen, weil die Inhalte hilfreich und erklärend wirken

Das Prinzip dahinter: Wer ein erklärungsbedürftiges Angebot hat, erreicht mit einem informativen Advertorial oft mehr als mit einer reinen Bildanzeige – weil die Zielgruppe das Angebot nicht nur sieht, sondern versteht.

Unsere Praxis‑Tipps

Drei Stellschrauben entscheiden meist über den Erfolg einer Native-Advertising-Kampagne:

  • Zurückhaltend texten, statt zu verkaufen.
    Ein Native Teaser wie „Das sollten Sie vor dem Umstieg auf E-Mobilität wissen" erzielt mehr Klicks als „Jetzt Ihr neues E-Auto sichern!" – Neugier schlägt Verkaufsdruck.

  • Advertorials klar strukturieren.
    Mehrere Absätze, Zwischenüberschriften und zwei bis fünf passende Link-Outs zur eigenen Website führen zu besseren Ergebnissen als ein einzelner langer Textblock. Storytelling – also ein interessant geschriebener Artikel mit rotem Faden vom Problem zur Lösung – funktioniert und hält die Leser bis zum Schluss.

  • Links über den Text verteilen, statt sie ans Ende zu packen.
    Zwei bis drei Link-Outs sitzen dabei im ersten und mittleren Teil des Advertorials – etwa direkt nach der Einleitung, um mehr über das Thema zu erfahren, oder nach einem konkreten Vorteil. Am Ende führt ein weiterer Link gezielt zum passenden Produkt oder Angebot. Diese verteilte Platzierung wird häufiger geklickt als ein einzelner Link, der erst ganz am Schluss des Advertorials steht.

Tipp

Mehr zum richtigen Ton für Native-Advertising-Texte finden Sie in unserem Ratgeber Werbetexte für Online-Werbung.

Fazit & Orientierung

Kurz zusammengefasst:

  • Native Advertising fügt sich ins Umfeld ein

  • wirkt weniger werblich und informativ

  • bietet hohe Interaktionsraten

  • eignet sich für viele Branchen

  • ergänzt klassische Banner ideal

  • funktioniert besonders gut auf starken regionalen Medienplattformen

  • kann mit Advertorials optimal kombiniert wirken

Welche Werbeform am besten zu Ihrem konkreten Ziel passt, zeigt unser Überblick über die Online-Werbeformen.

Wenn Sie überlegen, ob Native Advertising für Ihr Unternehmen sinnvoll ist, hilft ein persönliches Gespräch. Wir beraten hier gerne und besprechen gemeinsam mit Ihnen wie Sie Native Advertising für Ihre Werbeziele sinnvoll einsetzen können.

Jetzt beraten lassen

FAQ Native Advertising - Die wichtigsten Fragen zum Verständnis

Kontakt